Unser Versprechen
für die Ozeane

#werdeplastikneutral

Unsere Ozeane sind Ursprung allen Lebens. Sie regulieren unser Klima, sind Heimat von Millionen von Lebewesen und ein Ort der Sehnsucht für uns alle. Doch sie sind in großer Gefahr, denn bereits 2050 könnte es in unseren Ozeanen mehr Plastikmüll als Fisch geben.

Wir von Orange Ocean wollen etwas verändern, indem wir Schritt für Schritt plastikneutral werden und andere dabei unterstützen, den Weg mit uns zu gehen.

Daher haben wir die Kampagne #werdeplastikneutral im TV und auf Social Media gestartet. Wir klären über Gefahren von Plastikmüll in unseren Ozeanen auf und bieten eine einfache Anleitung, wie jeder von uns in fünf Schritten plastikneutralwerden kann.

TV-Kampagne 2022

Unser Versprechen
für die Ozeane

5 Schritte zur Plastik-Neutralität

Schritt 1: Verstehen

Wir sind überzeugt: je mehr Menschen verstehen, wie sich ihr Plastikkonsum auf unsere Umwelt und insbesondere auf unsere Ozeane auswirkt, desto eher wird sich etwas verändern. Daher hier einige Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Wir Deutschen trennen 39 Prozent des Plastikabfalls und übergeben diesen der Abfallwirtschaft. Die Statistik weist dies als ‚recycelt‘ aus. Das ist aber so nicht richtig, denn wir wissen nicht genau, was nach der Übergabe passiert. Das kann auch der Müllverkauf und die CO2-verursachende Verschiffung nach Asien sein. Dort wird unser Plastikmüll verbrannt und landet z.T. auch im Meer. So schätzt der WWF, dass in Europa die wirkliche Recycling-Quote bei nur 6 Prozent liegt.

 

Doch auch achtlos zurückgelassene Picknick- und Grillabfälle an Flüssen und Seen können über die Strömung ins Meer gelangen. Und Mikroplastik, das täglich in großen Mengen beim Waschen synthetischer Textilien oder über Pflege- und Kosmetikprodukte aus jedem Haushalt in die Abwassersysteme gelangen, schädigen unsere Flüsse und damit letztlich auch unsere Ozeane.

Laut dem SPIEGEL kamen in Deutschland 2017 ganze 14,4 Mio. Tonnen Plastik neu zum Einsatz. 64 Prozent davon gingen in den Gebrauch, 36 Prozent davon wurden zu privaten und gewerblichen Endverbraucherabfällen. Nur insgesamt 5,6 Prozent der jährlichen Plastikproduktion werden in Deutschland wirklich recycelt und wieder in der Plastikproduktion eingesetzt (0,81 Mio. Tonnen). Das sind 15,6 Prozent auf die Endverbraucherabfälle gerechnet. Der Großteil (3,4 Mio. Tonnen) wurde verbrannt oder als Ersatzbrennstoff verwendet. 0,71 Mio. Tonnen sind Müllexporte (Exportüberhang). Ein Teil davon wird nach Asien verschifft, wobei große Mengen CO2 entstehen. Alleine Malaysia hat im Jahr 2018 ca. 170 Tsd. Tonnen deutschen Kunststoffmüll angenommen. Und der Anteil des ,ungeordneten‘ Abfalls – d.h. Plastikmüll, der mit hoher Wahrscheinlichkeit im Meer landet – beträgt über 50 Prozent des nationalen Plastikmülls in den großen Plastikmüll-Ländern Asiens.

Landet Plastik im Meer, sinkt es schnell in tiefere Wasserschichten und ist nicht mehr zu bergen. Es zerfällt mit der Zeit in kleinere Teile, wird irgendwann zu Mikroplastik, aber baut sich biologisch niemals ab. Bei diesem Prozess werden zudem Methangase freigesetzt, die die Klimaerwärmung um ein Vielfaches schneller vorantreiben als CO2.

 

Neben den hohen Verschmutzungsgebieten an Asiens Küsten und dem Mittelmeer gibt es weltweit fünf Zonen, in denen sich der Großteil des meist schon zerriebenen Kunststoffmülls in Müllstrudeln sammelt. Der größte Plastik-Müllstrudel ist der ,Great Pacific Garbage Patch‘, welcher letztes Jahr eine geschätzte Oberflächengröße von 1,6 Mio. km² (4,5 mal so groß wie Deutschland) und ein geschätztes Gewicht von 79.000 Tonnen hatte.

 

Die ökologischen Schäden sind vielfältig. Insbesondere wird die Nahrungskette der im Meer lebenden Tiere erheblich gestört, da sie den Plastikmüll mit Nahrung verwechseln. Der Großteil der marinen und küstennahen Tierarten trägt daher bereits heute erhebliche Mengen an Plastik im Körper, leidet unter der Vermüllung der Meere und verendet oftmals qualvoll. Die Ozean-Konferenz der UN bezifferte im Jahr 2017, dass durch Plastikmüll jährlich bis zu 1 Mio. Seevögel, 100.000 Meeressäugetiere, Meeresschildkröten und unzählige Fische sterben.

 

Und wir Menschen? Von uns nimmt laut einer Studie des WWF weltweit jeder über die Atemluft, unsere Nahrung und das Trinkwasser durchschnittlich bis zu fünf Gramm Mikroplastik pro Woche auf – und damit etwa das Gewicht einer Kreditkarte.

Du möchtest mehr erfahren? Dann findest du hier die verwendeten Quellen und alles, was wir jetzt außerdem noch dringend wissen müssen.

Schritt 2: Analysieren

Auf unserem eigenen Weg in die Plastikneutralität haben sich einige Tools als besonders hilfreich erwiesen, um den persönlichen Plastikverbrauch zu verringern. Diese möchten wir euch hier vorstellen.

Plastiktagebuch

Wo verbrauche ich eigentlich Plastik und wie kann ich das vermeiden? Führe ein Plastiktagebuch und komm dem vermeidbaren Plastik in deinem Leben auf die Spur.

Plastikpyramide

Die Pyramide des nachhaltigen Konsums von smarticular zeigt eindrücklich, wo du ansetzen kannst, um deinen Plastikkonsum zu reduzieren.

Schritt 3: Verändern

Durchschnittlich produziert jeder Bundesbürger 38 Kilogramm Plastikmüll jährlich, vor allem durch Verpackungen. Unsere Flüsse und Ozeane werden außerdem durch Mikroplastik geschädigt, das z.B. beim Waschen synthetischer Textilien oder über Kosmetikprodukte in die Abwassersysteme gelangt.

Wir sind aufgefordert etwas zu ändern, denn unser Kaufverhalten bestimmt, wieviel Plastikmüll in unseren Mülltonnen landet – und damit auch in unseren Ozeanen.

Einfache Ideen, wie ihr euren Plastikkonsum reduzieren könnt, haben wir hier für euch zusammengestellt.

PlastikCheck

Manchmal ist es leichter als gedacht Plastikmüll zu vermeiden. Entdecke mit unserem Plastik-Rechner, wie einfach sich der tägliche Plastikkonsum reduzieren lässt.

1-2-3-plastikfrei

Hier findet Ihr einfache Tipps für die drei Lebensbereiche Ernährung, Pflege und Reinigung, die Euch dabei helfen, Euren Plastikmüll zu reduzieren.

Nützliche Helfer

Ihr sucht Informationen zu Mikroplastik in Reinigungs- und Pflegeprodukten? Ihr wollt, dass Hersteller mehr Verantwortung bei der Vermeidung von Plastikmüll übernehmen? Hier findet ihr Apps, die euch dabei helfen.

Schritt 4: Kompensieren

Kompensiere dein Plastikmüllaufkommen mit Orange Ocean & Plastic Bank

Über unseren Kooperationspartner Plastic Bank kannst du deinen verbleibenden Plastik-Fußabdruck kompensieren. Denn es ist gar nicht so leicht, vollständig auf Plastik zu verzichten. Und einmal in die Natur geraten, zerfällt Plastik nur in kleine Bestandteile und verrottet nicht. Höchste Zeit, hinter uns aufzuräumen!

Unser Partner Plastic Bank baut ethische Recycling-Ökosysteme in Küstengemeinden auf und bereitet den gesammelten Plastikmüll zur Wiederverwendung als Social Plastic® auf. Die sammelnden Menschen erhalten eine Prämie und somit Unterstützung, die Grundbedürfnisse ihrer Familien zu decken.

Du kannst noch heute plastikneutral werden und dazu beitragen, Plastik im Meer zu reduzieren und gleichzeitig das Leben der Sammlergemeinschaften zu verbessern. Durch den Kauf eines Zertifikats von der Plastic Bank wird dein Plastik-Fußabdruck reduziert und du kannst zum Beispiel für ein ganzes Jahr plastikneutral werden.

Schritt 5: Kommunizieren

Unser Ziel ist es, mit gutem Beispiel voranzugehen und zu zeigen, dass ein plastikneutrales Leben machbar ist.

Deswegen nutzen wir jede Möglichkeit, um über unsere Erfahrungen zu berichten und uns auszutauschen. Wir möchten euch ermutigen, dasselbe zu tun. Lasst andere Menschen an euren Erlebnissen auf eurem Weg in die Plastikneutralität teilhaben. Sprecht mit eurer Familie, euren Freunden und Kollegen, teilt unsere Social Media Beiträge oder erstellt eigene Posts – und nutzt die eigens für Instagram und Facebook erstellten Profilbild-Rahmen.

Plastik-Fakten

38 Kilo

Rund 38 Kilogramm Plastikmüll produziert jeder deutsche Bundesbürger pro Jahr.

(Heinrich Böll Stiftung & BUND 2019)

6%

In Deutschland werden laut SPIEGEL nur knapp 6 Prozent des anfallenden Einwegplastiks recycelt.

(SPIEGEL 2019)

8-12 Mio. Tonnen Plastik

Jedes Jahr landen ca. 8-12 Mio. Tonnen Plastik im Meer. Das entspricht einer Lastwagen-Ladung pro Minute.

(Ellen McArthur Foundation 2019)